Wien, 6. Mai 2026 – Heuer jährt sich der Oberösterreichische Bauernkrieg zum 400. Mal. In Erinnerung an diesen blutigen Aufstand, der durch das Blutgericht auf dem Haushamerfeld, später als Frankenburger Würfelspiel bezeichnet, ausgelöst wurde, gibt die Österreichische Post eine eigene Sonderbriefmarke heraus.
Die von David Gruber gestaltete Briefmarke basiert auf einem Gouache-Bild auf Pergament aus dem Jahr 1627. Zu sehen ist Bauernführer Stefan Fadinger, der in der rechten Hand ein erbeutetes Kelchglas aus dem Stift Lambach siegreich hochhält. Die Briefmarke hat einen Nennwert von 1 Euro (Tarif: Brief Österreich S) und erscheint in einer Auflage von 210.000 Stück. Sie ist in allen Postfilialen, auf onlineshop.post.at sowie beim Sammler-Service der Österreichischen Post (Telefon: +43 577 67 – 95095; E-Mail: sammler-service@post.at) erhältlich.
Am 8. Mai findet von 12 bis 17 Uhr im Linzer Schlossmuseum gemeinsam mit dem Österreichischen Philatelistenverein St. Gabriel ein eigenes Sonderpostamt zur neuen Sonderbriefmarke statt.
OBERÖSTERREICHISCHER BAUERNKRIEG
Vor allem während des Dreißigjährigen Krieges war Oberösterreich Schauplatz zahlreicher Unruhen. Nach der Schlacht am Weißen Berg im Jahr 1620, bei der die protestantischen Stände besiegt wurden, wurde das überwiegend protestantische Oberösterreich an das katholische Bayern verpfändet und die Gegenreformation vorangetrieben. Als sich die protestantische Bevölkerung dagegen wehrte, dass ihr nun katholische Pfarrer vorgesetzt wurden, wurde der Protest niedergeschlagen und die Anführer im sogenannten Frankenburger Würfelspiel 1625 grausam bestraft. Im Jahr darauf brach der Bauernaufstand aus.
Angeführt wurde er vom charismatischen, kriegstaktisch jedoch unerfahrenen Bauern Stefan Fadinger und seinem Schwager, dem Wirt Christoph Zeller. Unter ihrer Führung eroberten die Bauernheere mit rund 40.000 Mann fast ganz Oberösterreich, bis auf Linz und Enns. Bei der Belagerung von Linz wurde Stefan Fadinger am 6. Juli 1626 bei einem Erkundungsritt schwer verwundet und starb wenige Tage später. Kurz danach fiel auch Christoph Zeller und anrückende bayerische und kaiserliche Truppen besiegten die Aufständischen schließlich. Obwohl er nur wenige Wochen in Erscheinung getreten war, rankten sich bald Mythen um die Figur des Stefan Fadinger. Lieder und Geschichten erzählten von seinen Heldentaten im Kampf für Glaubensfreiheit und Gerechtigkeit.
FAKTEN AUF EINEN BLICK
(Stand: Mai 2026)
- Anlass: 400 Jahre Oberösterreichischer Bauernkrieg; Herausgabe einer Sonderbriefmarke anlässlich des Jubiläums
- Produkt: Sonderbriefmarke, gestaltet von David Gruber, basierend auf einem Gouache-Bild auf Pergament aus dem Jahr 1627 mit Darstellung von Bauernführer Stefan Fadinger
- Kennzahlen: Nennwert 1 Euro (Tarif: Brief Österreich S); Auflage 210.000 Stück
- Verfügbarkeit: erhältlich in allen Postfilialen, auf onlineshop.post.at sowie beim Sammler-Service der Österreichischen Post
- Maßnahme / Aktivität: Sonderpostamt am 8. Mai 2026 von 12 bis 17 Uhr im Linzer Schlossmuseum gemeinsam mit dem Österreichischen Philatelistenverein St. Gabriel
- Quelle: Österreichische Post
ANHANG (Credit: Österreichische Post AG):
Abbildung 1: Sonderbriefmarke 400 Jahre Oberösterreichischer Bauernkrieg
Abbildung 2: Sonderstempel 400 Jahre Oberösterreichischer Bauernkrieg
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