ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2026
UMSATZ BEI SCHWIERIGEM MARKTUMFELD IM ERSTEN QUARTAL LEICHT VERBESSERT, ERGEBNIS WIE ERWARTET UNTER VORJAHRESNIVEAU

Umsatz

  • Konzern-Umsatzerlöse +0,9 % auf 770,7 Mio EUR
  • Brief, Filiale & Services –7,6 % auf 289,9 Mio EUR
  • E‑Commerce & Logistics +6,9 % auf 447,4 Mio EUR
  • Bank –7,6 % auf 35,2 Mio EUR
Ergebnis
  • EBITDA von 101,6 Mio EUR im Vorjahr auf 93,8 Mio EUR in Q1 2026
  • EBIT von 48,4 Mio EUR im Vorjahr auf 36,8 Mio EUR in Q1 2026
Cashflow und Bilanz
  • Operativer Free Cashflow von 73,4 Mio EUR
  • Eigenkapital zum 31. März 2026 von 722,4 Mio EUR
Ausblick 2026 unverändert
  • Leichter Umsatzanstieg erwartet
  • Investitionen (CAPEX) von 140–160 Mio EUR
  • Weitgehend stabile Ergebnisentwicklung (EBIT) in der Größenordnung der letzten Jahre
Der Start ins Jahr 2026 war von einem schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld geprägt. Digitalisierung und Kostendruck bei wichtigen Kund*innengruppen führten auch im ersten Quartal zu einem weiteren Brief- und Werbemengenrückgang, dem es durch regulatorische und prozesstechnische Anpassungen zu begegnen gilt. Am Paketmarkt ist E‑Commerce nach wie vor der Wachstumstreiber, verbunden mit hohen Qualitätsanforderungen und intensivem Wettbewerb in den Märkten. „Mit Blick auf das schwierige Marktumfeld hat sich die Österreichische Post im ersten Quartal gut gehalten. Der Umsatz konnte – getragen vom E‑Commerce-Wachstum – leicht verbessert werden, das Ergebnis im ersten Quartal 2026 liegt wie erwartet unter dem Niveau des Vorjahres“, sagt Generaldirektor Walter Oblin. „Höhepunkte der ersten Monate waren auch der erfolgreiche Start unserer Mobilfunkmarke YELLLOW, die gute Entwicklung der bank99 und die Integration des E‑Commerce-Dienstleisters euShipments.com.“

Die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2026 erhöhten sich um 0,9 % auf 770,7 Mio EUR. In der Division Brief, Filiale & Services reduzierten sich die Umsatzerlöse um 7,6 % auf 289,9 Mio EUR, geprägt vom strukturellen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Substitution. Darüber hinaus ist insbesondere im adressierten Werbegeschäft eine Reduktion zu verzeichnen, die auf Einsparungsmaßnahmen der Werbe-Kund*innen zurückzuführen ist. Die Umsatzerlöse der Division E‑Commerce & Logistics in Höhe von 447,4 Mio EUR (+6,9 %) haben sich in Österreich und in der Region Südost- und Osteuropa mit einem Volumenzuwachs von 10 % bzw. 9 % sehr zufriedenstellend entwickelt, in der Region Türkei+ (umfasst die Länder Türkei, Aserbaidschan, Georgien und Usbekistan) waren regulatorisch bedingte Rückgänge bei den Mengen aus Asien zu verzeichnen (Volumenentwicklung –2 %). Die Division Bank mit Umsatzerlösen von 35,2 Mio EUR verzeichnete zwar einen Rückgang bei den Erträgen aus Finanzdienstleistungen aufgrund des niedrigeren Zinsumfelds, konnte aber sowohl das Zinsergebnis steigern als auch ein nachhaltig positives Ergebnis erwirtschaften.

Das Ergebnis des ersten Quartals 2026 lag mit der Transformation im Telekommunikationsbereich, dem herausfordernden Wettbewerbsumfeld in Südost- und Osteuropa sowie dem regulatorisch bedingten Mengenentfall in der Türkei durch restriktive Importregeln für Pakete aus Asien erwartungsgemäß unter dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA verringerte sich in der Berichtsperiode von 101,6 Mio EUR im Vorjahr auf 93,8 Mio EUR und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 48,4 Mio EUR auf 36,8 Mio EUR. Das Periodenergebnis der Österreichischen Post lag im ersten Quartal 2026 – bedingt durch einen negativen Bewertungseffekt für die restlichen 20 % der Anteile an Aras Kargo – bei 15,3 Mio EUR nach 39,6 Mio EUR im Vorjahr (basierend auf Inflation und Wechselkurs). Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie für das erste Quartal 2026 von 0,22 EUR nach 0,56 EUR im Vorjahresquartal.

Für das Gesamtjahr 2026 bleiben die grundlegenden Trends vor dem Hintergrund anhaltender konjunktureller Unsicherheiten unverändert. Während im Briefgeschäft infolge fortschreitender Digitalisierungsbestrebungen von Großkund*innen rückläufige Volumen zu beobachten sind, sorgt der weiterhin starke E‑Commerce-Trend für anhaltendes Wachstum bei den Paketmengen. Gleichzeitig ist in zahlreichen Märkten mit intensivem Wettbewerb zu rechnen. Zusätzliche Unsicherheiten ergeben sich aus regulatorischen Einschränkungen des internationalen Handels. Trotz der bestehenden geopolitischen Unsicherheiten geht die Österreichische Post für 2026 von einem leichten Umsatzanstieg aus. Daneben rechnet das Unternehmen mit inflationsbedingten Kostensteigerungen. Es werden daher umfassende Initiativen ergriffen, um das Ergebnisniveau des Konzerns abzusichern. Für 2026 peilt die Österreichische Post trotz schwierigem makroökonomischem Umfeld unverändert eine weitgehend stabile Ergebnisentwicklung in der Größenordnung der letzten Jahre an. Die Erwartungshaltung eines schwächeren ersten Halbjahres und stärkeren zweiten Halbjahres wird bestätigt.

Auch für 2026 werden Investitionen in Sachanlagen wie in den letzten Jahren in der Bandbreite von 140 bis 160 Mio EUR erwartet. Schwerpunkte sind die Erweiterung und Modernisierung des Logistikzentrums Salzburg, der Ausbau von Paketautomaten in Südost- und Osteuropa sowie die fortschreitende Elektrifizierung der Zustellflotte. Ziel ist eine vollständig CO₂‑freie letzte Meile in Österreich bis 2030.

FAKTEN AUF EINEN BLICK
(Stand: Mai 2026)
  • Anlass: Österreichische Post Q1 2026: Umsatz im ersten Quartal leicht verbessert, Ergebnis wie erwartet unter Vorjahresniveau
  • Umsatz: Konzern-Umsatzerlöse +0,9 % auf 770,7 Mio EUR; Brief, Filiale & Services –7,6 % auf 289,9 Mio EUR; ECommerce & Logistics +6,9 % auf 447,4 Mio EUR; Bank –7,6 % auf 35,2 Mio EUR
  • Ergebnis: EBITDA 93,8 Mio EUR (Vorjahr 101,6 Mio EUR); EBIT 36,8 Mio EUR (Vorjahr 48,4 Mio EUR)
  • Periodenergebnis: 15,3 Mio EUR (Vorjahr 39,6 Mio EUR) bedingt durch einen negativen Bewertungseffekt für die restlichen 20 % der Anteile an Aras Kargo; Ergebnis je Aktie 0,22 EUR (Vorjahr 0,56 EUR)
  • Cashflow/Bilanz: Operativer Free Cashflow 73,4 Mio EUR; Eigenkapital zum 31. März 2026 722,4 Mio EUR
  • Ausblick 2026: Leichter Umsatzanstieg erwartet; Investitionen (CAPEX) 140–160 Mio EUR; weitgehend stabile Ergebnisentwicklung (EBIT) in der Größenordnung der letzten Jahre; Erwartung schwächeres erstes und stärkeres zweites Halbjahr bestätigt
  • Quelle: Österreichische Post AG


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